Sonntag, 24. Juli 2016

Faszination PokémonGO

Hey ihr Lieben,
warum es so ruhig war, erfahrt ihr im nächsten Post. So viel sei an dieser Stelle gesagt: Mr. Engineer und ich sind noch zusammen, an dieser Front ist alles tutti palletti. Und auch meinen Eltern gehts gut.

Also mein Postthema:

PokémonGO

Die eine Hälfte der Leser wird jetzt wahrscheinlich die Augen verdrehen und den Tab schließen. Und das ist in Ordnung. Die andere Hälfte wird weiterlesen. Also Hallo an die Weiterleser. 

Ich möchte dieses Thema ansprechen weil es allseits aktuell ist und mir diese "Analyse" bei den Malbüchern (siehe *hier*) schon sehr viel Spaß gemacht hat. Diesmal baue ich es als ein Selbstinterview auf:

1. Spielst du selber PokémonGO?

Ja, tue ich. Mr. Engineer hatte ein paar Tage vor mir angefnagen und ich hab noch gegen gewettert von wegen "Noch mehr "Smombies" (Smartphone-Zombies) und "Man fängt doch nur kleine Tierchen und kann sich dann freuen, oder was?" Aber irgendwann meinte er, ich solle es doch auch anfangen, es käme irgendwann ein Feature mit dem man Pokemon verschicken kann. Da könnte ich ja für ihn sammeln und ihm dann schicken. An dieser Stelle möchte ich sagen: Vergiss es, Schatz. Du wirst meine Pokémon niemals kriegen MUAHAHAH. 

Nein es ist wirklich faszinierend wie schnell mir dieses Spiel Spaß gemacht hat und mich gefesselt hat, obwohl ich nie was mit Pokémon am Hut hatte.

2. Was ist denn dieses Spiel überhaupt?

PokémonGO ist eine von einem kleinen amerikanischen Entwicklerstudio entwickelte App, welche anhand der GPS-Daten (ja Datenschutz, blah blah. Ganz ehrlich, Google weiß mittlerweile auch ohne PokémonGO wo ich wohne etc. Wir sind im Internet sowieso ein offenes Buch, warum also aufregen?) den Spieler in einer virtuellen Karte platziert. Diese Karte ist allerdings exakt der Ort an dem man sich aufhält. Bewegt sich der Spieler dann im echten Leben durch die Straßen, bewegt sich auch das kleine Männchen auf dem Handy auf genau der selben virtuellen Straße. 

An bekannten/markanten/irgendwelchen Punkten in der Stadt, manchmal Sehenswürdigkeiten, manchmal auch irgendwas befinden sich sogenannte Pokéstops. Diese beinhalten teilweise eine kurze Beschreibung des Ortes und ein Bild. Bsp aus Kassel: "Treppenstrasse. Erste Fußgängerzone Deutschlands." Und in einem kleinen Runden Feld ist dann ein Foto. Dieses Feld kann man drehen und (wenn man eine stabile Internetleitung hat) erscheinen kleine Blasen die nützliche Items beinhalten. 

Läuft man dann so durch die Gegend, vibriert auf einmal das Handy - ein Pokemon ist erschienen. Dann sitzt auf der virtuellen Karte ein Pokémon und tippt man dieses an, kommt man ins Fangmenü. Dabei kann man die sogenannte "Augmented Reality" benutzen, welche das Pokémon dann in der realen Welt platziert. Klingt kompliziert, ich zeigs einfach mal: 


Hier sieht man ein kleines Taubsi auf dem Knie vom Mr. Engineer. Ziel ist es jetzt das Pokemon zu fangen. Dieses wird dann der Sammlung des Spielers hinzugefügt und, sofern es ein neues Pokemon ist, im Pokédex registriert. Zusätzlich erhält man Sternenstaub und z.B. Taubsibonbons. Das ist wichtig um das kleine Federvieh irgendwann in ein größeres Federvieh bzw, ein ganz großes Federvieh zu verwandeln. Diese sind dann auch stärker und heißen anders. 

Ich glaube ich habe alles erklärt was man wissen sollte.

3. Warum ist dieses Spiel so faszinierend?

Auch hier ist es denke ich wieder das Prinzip des Erfolges, Wenn man rausgeht und seine ersten Pokémon fängt, freut man sich riesig, egal ob das Ding furchtbar schlecht ist oder an jeder 3. Straßenecke sitzt, Man freut sich und denkt sich immer "Wenn  ich weitergehe finde ich bestimmt noch was anderes". Das "In der Nähe" Tool, was einem angeblich anzeigt welche Pokémon in der Nähe sind (aber noch ziemlich verbuggt ist) befeuert diese Ambition noch. Man will tatsächlich, wie es im Titelsong der Serie heißt, der allerbeste Pokémontrainer werden. Dafür sitzt man dann halt auch mal Samstagnachts bis halb 4 und fängt kleine virtuelle Tierchen. Nicht das ist das schon gemacht hätte *hust*...

Außerdem ist es das wohl einzige Spiel was den Spieler nach draußen holt und ihn wirklich animiert sich zu bewegen. Zumal dadurch (hab ich eben vergessen) Eier ausgebrütet werden, aus denen dann meist eher seltenere Pokémon schlüpfen. 

Kontakte sind auch ein großer Teil des Spielerlebnisses. Mittlerweile ist "Welches Team bist du?" ein erfolgreicher Anmachspruch. Jeden Abend finden sich an die 60-70 Spieler an Kassels wohl größtem Hotspot. Da kommt man dann mal ins Gespräch wenn man wieder aus dem Spiel geflogen ist, oder man ein gutes Pokémon gefangen hat. Es wird sich über die besten Fangplätze und die Stärke seiner Sammlung ausgetauscht und manchmal entstehen sogar Konakte, welche über einen Abend hinausgehen und mit denen man sich dann zur gemeinsamen Jagd oder Arenaeroberung verabredet. Also anders als viele vermuten stehen nicht haufenweise Smombies nebeneinander und daddeln auf ihren Smartphones. 

Und als Mädchen muss ich sagen, dass viele Pokémon einfach zum knuddeln sind.


Wie kann man sowas nicht knuddeln und liebhaben wollen?

4. Deine Stats

Name: Wutkruemel
Startdatum: 16.07.2016
Team: Blau/Mystic/Weisheit
Level: 13
Startpokémon: Bisasam
stärkstes Pokémon: 905 WP Lapras aus einem Ei
schwächstes Pokémon was es nicht an jeder Ecke gibt: Rettan und Kleinstein
Gefangen/Gesehen: 58 gefangen, 59 gesehen
Gelaufen: 20.81km

Ich hoffe ihr habt jetzt mehr den Durchblick.

Eure Laura <3