Sonntag, 12. Juli 2015

Klang der Lust - Leon von Winterstein

Hey ihr Lieben,
heute kommt die Rezension von "Klang der Lust" von Leon von Winterstein. Das Buch war ein Rezensionsexemplar vom Venusbooks-Verlag.

Der Inhalt:
Es geht um den Protagonisten Leon, welcher im Verlauf des Buches diverse Liebschaften hat. Eines Tages lernt er die Blinde Lili kennen und erlebt mit ihr die (erotische) Welt auf eine ganz neue Weise.

Meine Meinung:
Ja, der Inhalt ist sehr kurz. Das liegt leider daran, dass es nicht viel mehr gibt. Der Protagonist hangelt sich von einer "Sexszene" zur anderen. Klar, es gibt eine Story, die mit Lili halt, aber da wird das was sich außerhalb des Bettes abspielt sehr kurz gehalten.

Charaktere: Ich würde mich selber als sehr aufmerksame Leserin bezeichnen, aber ich könnte jetzt nicht sagen was Leon von Beruf ist und wie alt er ist. Auch alle anderen Charaktere sind nicht sehr detailliert beschrieben. Nun ja, sie bleiben einem ja auch nicht lang erhalten. Einzig und allein Lili wird genauer und detaillierter beschrieben.

Schreibstil:
Subjekt-Verb-Personalpronomen-Objekt-adverbiale Bestimmung des Ortes-Subjekt-Adjektiv-Adjektiv-Adjektiv-Ort. Um das mal zu übersetzen: Leon schob seinen Finger in Susannes weichen,warmen, samtigen Mund. Also sehr stur einem Muster folgend mit vielen Adjektiven und sehr eigentümlichen Formulierungen. Ich meine es sollte sehr beschreibend sein, weils ja schließlich um eine Blinde geht und so nach dem Motto "Den Leser in diese Situation des beschriebenen Erlebens versetzen." War halt leider nicht mein Fall. Zu viele Adjektive. Auch die Formulierungen waren teilweise fast verstörend. Ein paar Beispiele:
"Sie sah mich zwar und lachte erfreut und gierig, doch halb ging ihr Blick auch nach innen, auf eine aufgewühlte See, ihre Seelenlandschaft, die vom Sturm der Lust gepeitscht wurde. Gischt spritzte auf und wurde von den stärker werdenden Böen, die schneller und schneller die Wasseroberfläche in einen brodelnden Wirrwarr verwandelten, weit über die See getrieben. Windstoß um Windstoß, Welle um Welle ging die See höher, fraß Boote, Schiffe und raste wie eine Furie auf die Küste zu, die ihren Aufprall Mal um Mal erwartete. Hoch schoss die See, spritzte in die Luft hinauf, vom Sturm zerfetzt, und wurde eins mit der Luft, leicht, trieb fort, hinaus, nach Nirgendwo."
 Wir waren ein Morast aus Gier und Schweiß, ein lüsternes, vierarmiges, vierbeiniges Wesen from outer space, das nun in konvulsiven Bewegungen einen Virus gebar, das im ganzen Universum die Lebewesen befällt und ihnen den Verstand raubt: Lust, Wollust, Geilheit!
Nun wie gesagt, das hat mir jetzt nicht so gut gefallen. Muss man echt mögen.

Erotik: Sehr detailliert, sehr ausführlich aber eben mit Worten die für mich nicht so gepasst haben.

Zusammenfassung: Ich fand das Buch schön, aber mehr auch nicht. Es war einfach nicht mein Fall sowas "beschriebenes" zu lesen.  Ich würde es niemanden um die Ohren hauen, dass es unbedingt lesenswert ist.

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